Ja gestern war es wieder so weit … ein Trupp Boten wurde ausgesandt um in unserem neuen Gildenhaus ein bisschen zu putzen und alles auf unseren Einzug vorzubereiten. “Und was machen wir heute, Brain?” “Wir erobern die Weltherrschaft!” Genauer gesagt Karazhan von wo aus wir die Welt regieren werden, oder so
Es ging wie immer pünktlich los. Schon auf dem Weg zum Stall erlebten wir unser erstes Malheur. Stellt euch den folgenden Dialog quer durch den Gang gebrüllt vor zwischen vorne Ciaphas und Yashima – kämpfend mit 4 Mobs – und hinten Elivara, Äqui und Serenety – trinkend:
“Ich habe gepullt!”
“Die Eule hat noch kein Mana!”
“Gut dann hab ich Zeit zum Aggro aufbauen!”
“Die Heiler haben auch kein Mana!”
“Oops!”
Aber kurz darauf waren wir schon da wo wir hinwollten: im Stall zum ausmisten. Attumen lässt Midnight da drin wüten, da siehts aus. Das ist kaum zu glauben. Als erstes Mal haben wir das Pferdchen und seinen Reiter rausgeworfen. Die haben da nix mehr zu suchen. Das ist jetzt unser Stall, da kommt Dumbo (Frei’s fliegendes Elekk) rein und ausserdem haben wir schon überlegt, dass wir für den Fuhrpark von Alve noch anbauen sollten. Attumen der der Hampel hat dann prompt die Hälfte von seinem Zeug vergessen (Armbrust und so ein Hundehalsband, was sich ausgerechnet Yashima um den Hals gebunden hat, die will wohl mal wieder in die Kulturruine).
Na ja als wir dann da alles sauber hatten ging es weiter die Treppe rauf. Irgendwie mag die Leitung von Lucy und Äqui die Treppe nicht. Was den Rest nur kaum davon abhielt weiterzumachen und so standen wir schon bald vor Moroes gedeckten Tischen. Aber der hatte noch nicht ganz verstanden, wer die neuen Herren im Haus sind und war der Meinung, dass er uns nicht bedienen wolle und auch der gute Wein sei nix für uns. Das sahen wir anders und verhauten seinen untoten Popo und seine 4 Kumpanen bis die Knochen einzeln vor uns lagen. Übrig blieb am Ende nur ein komischer Stofffetzen über den sich Amiko freute und ein verrosteter Dolch, der leider nicht mehr zu retten war.
Als nächstes wollten wir mal die Frauengmächer in Augenschein nehmen, immerhin waren gestern 5 Frauen anwesend, die gerne wissen wollten, wo sie denn sich dann in Zukunft einrichten können. Auch hier war alles mit Untoten verseucht und so haben wir also fleissig weiter aufgeräumt. Die Räume sind ganz nett, aber ich würde ganz gerne neue Teppiche reinlegen und vielleicht ein paar schöne Bilder aufhängen. Ausserdem hätte ich gerne eine Vitrine für meine Andenken aus fast 3 Jahren Abenteuern in Azeroth. Am Ende dieses Ganges entdeckten wir eine hässliche goldene Statue (wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich die Dame für einen Retri-Pala-Goldklumpen mit überdimensioniertem Ego halten), die mit irgendeinem Zauber dazu gebracht wurde sich zu bewegen. Sie scheint eine besondere Abneigung gegen Paladine anderer Konfession zu haben weswegen es uns nicht vergönnt war im ersten Anlauf Ciaphas vor ihren Attacken zu beschützen, was dann in Folge wiederum uns alle zum Geistheiler beförderte. Aber im zweiten Anlauf gelang es uns den verzauberten Goldklumpen in einen unverzauberten zu verwandeln. Bei der Statue fanden wir sogar noch einige magische Gegenstände, die wir gleich mal mitgehen liessen.
Kara ist doch eine recht luxuriöse Unterkunft, wenn sie auch noch viel viel Arbeit und Wiederaufbau benötigen wird bis es unserer würdig ist. Als nächstes begaben wir uns zum Opernhaus um die etwas morsche Bühne mal genauer in Augeschein zu nehmen. Dort führten gerade ein paar recht dilettantische Schauspieler “Rotkäppchen und der Böse Wolf” auf. Wir konnten diesen dann begreiflich machen – im 2. Anlauf allerdings erst – dass wir ihre Dienste nicht weiter benötigen würden und haben sie dann entlassen, aber nicht ohne dass uns der Wolf noch mächtig zusetzte mit seinen Argumenten – äh Pranken. Im Opernhaus werden wir dann in Zukunft unsere Feste beschliessen mit Aufführungen von klassischen Stücken wie “Brathähnchen zum Frühstück” oder “Die Brücken vom Alterac”. Ein paar der Requisiten verteilten wir gleich mal unter den anwesenden Boten, Olowain behielt eine der Wolfsklauen als Andenken.
In den oberen Rängen des Theaters fanden wir besonders schlimme Verwüstungen durch Untote. Interessanterweise lag hier auch noch einiges an Gold herum, die Untoten müssen wohl mal reiche Gäste Medivhs gewesen sein. Mit genug Gold für weitere Repkosten machten wir uns dann auf zum Museum des Turms um die wahren Schätze, die hier noch lagern, in Augenschein zu nehmen. Leider gab es auch hier schon wieder Probleme. Der von Medivh eingesetzte Arkane Wächter musste nach so langer Zeit einmal generalüberholt werden: er hatte eine aggressive Haltung gegen die neuen Hausherren an den Tage gelegt, die wir so nicht bestehen lassen konnten und so machten wir uns daran, ihn in seine Einzelteile zu zerlegen. Also wer auch immer den programmiert hat sollte sich überlegen, ob er eventuell im falschen Job ist
Das Vieh zu reparieren dürfte schwer werden, wir müssen uns da wohl eine neue Lösung überlegen, wie wir unsere Schätze bewachen lassen.
Die Gallerie dürfte auf jeden Fall genug Platz für alle unsere Schatzausstellungsbedürfnisse haben auch noch für die nächsten 3 oder 4 Expansionen (ihr wisst schon Urknalltheorie … das expandierende Universum) von Azeroth. Kennt jemand einen guten Vitrinenhersteller? Hier fand dann Olowain noch so eine unscheinbare kleine Münze, die ihm in Shattrath gegen ein paar Schicke Handschuhe eingetauscht wurde und Sentura nennt nun ein paar hübsche neue Heilschultern ihr eigen.
Ich bin begeistert, dass wir in knapp unter 3 Stunden und inklusive mehrere Wipes so weit gekommen sind mit unserem Hausputz. Es war ein sehr netter Abend, wie immer! Vielen Dank.